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Pressebericht: Landshuter Zeitung vom 08.04.2020

Autor: kola 08.04.2020

Pressebericht: Landshuter Zeitung vom 08.04.2020

"Wir vergessen die Leute im Landkreis nicht"

Nachbarschaftshilfe Landshut will ihre "Nottafel" gern weiterführen -gerade außerhalb

Aus bekannten Gründen musste die Landshuter Tafel des Diakonischen Werks seit dem 16. März ihre beiden Ausgabestellen im Luitpoldcenter und in Peter und Paul schließen. Seitdem ist der Verein Nachbarschaftshilfe Landshut mit dem Projekt "Landshut Gemeinsam Stadt/Landkreis" und ganz konkret seiner "Nottafel Hilfe" zumindest zu einem Teil fur die Landshuter Tafel in die Bresche gesprungen, Ehrenamtliche Helfer beliefern Menschen, die ihr Heim nicht verlassen können, und andere Bedürftige mit Lebensmitteln und sonstigen (lebens-)notwendigen Dingen.

Artikel der Landshuter Zeitung vom 08.04.2020

"Wir vergessen die Leute im Landkreis nicht"

Nachbarschaftshilfe Landshut will ihre "Nottafel" gern weiterführen -gerade außerhalb

Aus bekannten Gründen musste die Landshuter Tafel des Diakonischen Werks seit dem 16. März ihre beiden Ausgabestellen im Luitpoldcenter und in Peter und Paul schließen. Seitdem ist der Verein Nachbarschaftshilfe Landshut mit dem Projekt "Landshut Gemeinsam Stadt/Landkreis" und ganz konkret seiner "Nottafel Hilfe" zumindest zu einem Teil fur die Landshuter Tafel in die Bresche gesprungen, Ehrenamtliche Helfer beliefern Menschen, die ihr Heim nicht verlassen können, und andere Bedürftige mit Lebensmitteln und sonstigen (lebens-)notwendigen Dingen.

"Wir haben jetzt ein Helfernetzwerk von mehr als 600 Leuten aus Stadt und Landkreis zusammen, davon etwa 200 aus der Stadt", berichtet Vereinsvorsitzender Hans-Peter Brunnhuber. Vergangene Woche habe man 125 Familien mit Lebensmitteln beliefern können, für diese Woche hätten sich sogar schon 150 gemeldet. Die allermeisten davon stammen aus Landshut und den unmittelbar anliegenden Gemeinden wie Altdorf und Ergolding. Die Lebensmittel sind Spenden von Lebensmittelmärkten und Bäckereien; "und für gut 900 Euro haben wir noch Waren dazugekauft", sagt Brunnhuber.

Unsicherheit, wie es weitergehen würde

Für kurze Zeit a]lerdings, nach einem Gespräch mit Stadt, Diakonie und Freiwilligenagentur am Montag, war sich der Vereinsvorstand nicht sicher, ob die Nachbarschaftshilfe ihre "Nottafel" weiterführen würde können, wenn die Tafel wieder selbst Lebensmittelausgaben an Berechtigte durchführt, wie es diese Woche passiert (siehe unten stehenden Bericht). "Ich weiß nicht, ob wir am Donnerstag liefern dürfen", sagte er im LZ-Gespräch am Montagnachmittag, Jedenfalls muss der Verein den Flyer, mit dem er für das Projekt "Landshut Gemeinsam Stadt/Landkreis" geworben hat, laut Brunnhuber "einstampfen", da
man die Logos von Stadt und Landkreis dafür verwendet hat. " Obwohl das vorher so abgesprochen war" , wie er betont.
Seit gestern steht nun fest, dass die ehrenamtlichen Helfer des Vereins bei den beiden Ausgabeterminen der Landshuter Tafel in der Turnhalle der Grundschule Peter und Paul am Donnerstag und Samstag mithelfen können. "Dafür bin ich wirklich dankbar", atmet Brunnhuber hörbar auf. "Das ist ein wichtiger Schritt, der ohne das Gespräch mit der Stadt nicht zustande gekommen.wäre. Es war für uns nicht immer einfach, die Kühlkette auf dem Transport einzuhalten. Jetzt kommen die Pakete von der Tafel, da müssen wir uns also keine Sorgen mehr machen." In dieser Hinsicht sei es eine Erleichterung, nicht mehr selbst Lebensmittel sammeln zu müssen.

"Der Landkreis sollte nachziehen"

Sorgen bereiten Brunnhuber allerdings die Menschen aus weiter entfernten Landkreisgemeinden, die keine Möglichkeit haben, in die Landshuter Tafel zu kommen. Außerdem "haben wir immer noch Leute auf der Liste, die nicht tafelberechtigt sind", welche die Nachbarschaftshilfe dennoch gern weiter unterstützen würde. "Wir vergessen die Leute im Landkreis nicht. Die Stadt hat uns eingebunden, der Landkreis sollte nachziehen", sagt Brunnhuber. Es gehe dabei auch um finanzielle Unterstützung: "Wir haben Fahrer, die waren bis Aham oder Gerzen unterwegs. Da kommen dann gleich mal ein paar Hundert Kilometer zusammen, Nach Benzingeld hat aber keiner gefragt." Um weitermachen zu können, sei die Nachbarschaftshilfe auf Dauer jedoch auf (überschaubare) finanzielle Hilfen angewiesen. Am besten von Stadt und Landkreis.
Klar sei, dass andere Dienste des Vereins, wie Apothekengänge oder praktische Hilfen etwa beim Einkaufen, keinesfalls wegfallen werden. Gerade in diesen Zeiten. (skI)

• Info

Wer die Dienste der Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter der Telefonnummer
14274237 beziehungsweise unter der Hotline-Nummer 0157/34477372 melden.

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